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Online-Spiel einsteiger Aktualisiert

Hybridrunde

Kurz erklärt

Eine Hybridrunde ist eine live gespielte Pen-and-Paper-Runde mit Beteiligten an verschiedenen Spielorten: Ein Teil sitzt gemeinsam am Tisch, andere sind über das Internet zugeschaltet. Alle spielen zur selben Zeit an derselben Szene.

Du erfährst hier
  • wie zwei Spielorte dieselbe Live-Runde teilen
  • wie entfernte Personen hörbar und beteiligt bleiben
  • wie ihr Informationen und technische Erwartungen absprecht

Eine Hybridrunde ist eine live gespielte Pen-and-Paper-Runde, bei der ein Teil der Gruppe gemeinsam am Tisch sitzt und andere über das Internet zugeschaltet sind. Alle spielen zur selben Zeit an derselben Szene, aber nicht alle am selben Ort.

Damit verbindet sie Tischspiel und Online Pen and Paper. Ein Wechsel zwischen einem reinen Online-Termin und einem späteren Tischtermin ist noch keine Hybridrunde: Bei der Hybridrunde treffen die unterschiedlichen Spielorte innerhalb derselben Sitzung zusammen.

Was alle Spielorte brauchen

Die zugeschalteten Menschen müssen das Gespräch am Tisch verstehen können. Umgekehrt muss ihre Stimme am Tisch gut ankommen. Prüft deshalb die Verbindung in beide Richtungen, nicht nur die Lautstärke einer Person neben dem Mikrofon.

Auch wichtige Informationen sollten für alle erreichbar sein. Eine Karte mitten auf dem Tisch, ein leise vorgelesener Zettel oder ein Fingerzeig kann online verloren gehen. Sprecht Namen und Positionen aus und stellt ein Handout auch digital bereit, wenn es für die Entscheidung gebraucht wird.

Ob und wie ihr Kameras verwendet, gehört zur Absprache. Wenn Bilder übertragen werden, sollten die relevanten Personen oder Spielflächen erkennbar sein. Eine Kamera allein löst die Beteiligung nicht: Die Gruppe muss Beiträge von zugeschalteten Menschen im Gespräch bewusst aufgreifen.

Den gemeinsamen Tisch testen

Macht vor der ersten Sitzung einen Technikcheck mit einer Person an einem anderen Ort. Lasst jede Person am Tisch von ihrem tatsächlichen Sitzplatz aus sprechen. Fragt die zugeschaltete Person, was sie versteht, und hört euch auch ihre Antwort an.

Wenn mehrere Geräte im selben Raum an demselben Gespräch teilnehmen, kann Echo entstehen. Die offizielle Zoom-Hilfe weist darauf hin, dass mehrere aktive Audiogeräte einander stören können. Nur ein Mikrofon stummzuschalten reicht gegebenenfalls nicht, solange der zugehörige Lautsprecher das Gespräch weiter ausgibt.

Als Ausgangspunkt kann die Gruppe einen gemeinsamen Tonweg am Tisch ausprobieren und zusätzliche Gesprächsausgabe an anderen Geräten abschalten. Ob das vorhandene Mikrofon alle ausreichend erfasst, müsst ihr vor Ort prüfen. Daraus folgt keine feste Kaufempfehlung.

Gleiche Informationen, gemeinsame Entscheidungen

Ein Virtual Tabletop kann eine gemeinsame Karte bereitstellen. Einfacher geht es je nach Runde auch mit einem geteilten Bild und verständlichen Beschreibungen. Entscheidet anhand eures Spiels, welche Darstellung nötig ist.

Hilfreiche Vorschläge für die Tischkultur sind:

  • Führt wichtige Gespräche so, dass sie auch online ankommen.
  • Wiederholt Ergebnisse von leisen Nebenabsprachen für die ganze Gruppe.
  • Achtet auf Meldungen im vereinbarten Textkanal.
  • Fragt vor einer Entscheidung, ob noch jemand etwas beitragen möchte.
  • Macht sichtbar, wenn eine Verbindung unterbrochen ist.

Eine Person am Tisch kann den Textkanal im Blick behalten und fehlende Beiträge ansprechen. Diese Aufgabe muss nicht zusätzlich bei der Person liegen, die zugeschaltet ist.

Ein Beispiel am Spieltisch

Fiktives Beispiel: Vier Menschen sitzen am Tisch, eine Person spielt von zu Hause mit. Die Tischgruppe zeigt auf zwei Türen einer gezeichneten Karte. Die Spielleitung beschreibt die Türen mit Namen und schickt ein Foto der Karte. Erst nachdem die zugeschaltete Person ihre Frage gestellt hat, entscheidet die Gruppe, welchen Weg sie nimmt.

Der gemeinsame Spielstand entsteht hier durch geteilte Information und Raum für Antworten. Er sollte nicht nur für die Menschen verständlich sein, die dieselbe Tischfläche sehen.

Erwartungen vorab klären

Besprecht in der Session Zero die Spielorte, Tonlösung, Kameraerwartungen und den Umgang mit Ausfällen. Legt fest, wann ihr wartet oder Pausen macht. Ob das Format für alle passt, hängt von den konkreten Bedürfnissen und Bedingungen ab; die Bezeichnung „hybrid“ sagt darüber allein wenig aus.

Technische Hilfe

Die offizielle Zoom-Hilfe zu Echo erklärt mögliche Probleme mit mehreren Audiogeräten im selben Raum.

Nächster Schritt

Sieh dir passende Spielrunden an. Kläre bei gemischten Spielorten vor der Anmeldung die technischen Voraussetzungen, geteiltes Material und einen gemeinsamen Test.